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Gewinnerbilder

Aus über 9’300 eingereichten Bildern hat die Jury die besten Bilder des nationalen Fotowettbewerbs AGRIPHOTO 2026 ausgezeichnet. Entdecke die fünf Gewinnerbilder der Kategorien Landschaft, Tiere, Menschen und Nahrung sowie das Gesamtsiegerbild des Wettbewerbs. Ergänzt wird die Auswahl durch die drei Publikumspreise, die im öffentlichen Voting von der Bevölkerung gewählt wurden.

Hauptgewinnerin

Céline Spirig

Aufnahmekanton: St. Gallen

Grauviehkuh Grazie und ihre Artgenossen eröffneten mir als Primarlehrerin den Zugang zur Schweizer Landwirtschaft – eine Begegnung, die bis heute nachwirkt. Dieses Selbstporträt entstand Anfang September 2022 z’Alp oberhalb von Buchs SG. Die Kamera hielt per Selbstauslöser meinen Versuch fest, Grazie auf Augenhöhe zu begegnen. Hast du dir schon einmal Zeit genommen, unsere Nutztiere auf diese Weise zu betrachten?

Kategorie Land

1. Rang

Michael Hausmann

Aufnahmekanton: Bern

Aus der Vogelperspektive einer Drohne aufgenommen, zeigt dieses Bild die Schönheit harter Arbeit, Hingabe und Präzision landwirtschaftlicher Fachkräfte. Jedes Detail spiegelt unzählige Stunden engagierter Arbeit, sorgfältiger Planung und unerschütterlichen Einsatzes wider. Die Luftaufnahme offenbart Muster und Symmetrien, die vom Boden aus oft verborgen bleiben, und verwandelt den Arbeitsalltag in eine eindrucksvolle visuelle Geschichte von Handwerkskunst, Zielstrebigkeit und Exzellenz.

3. Rang

Konrad Koelbl

Aufnahmekanton: Bern

Die Stimmung an diesem Herbstmorgen in der Region Sumiswald (Emmental) war eigentlich wie surreal: Die Matte mit leichtem Bodennebel bedeckt und die Luft mit Rauch vermischt, dazu das Morgenlicht mit Linde zwischen Schreckhorn und Finsteraarhorn. Die Stube wurde geheizt. Das zeitlose Bild hätte eine andere Person auch gut mithilfe Pinsel, Farben und Staffelei anstelle Kamera und Stativ gestalten können.

5. Rang

Sandra Bühler

Aufnahmekanton: Solothurn

An einem erhöhten Standort nahe dem Waldrand stand ich, während ich fasziniert das Spiel von Licht und Schatten über den leuchtenden Feldern beobachtete und fotografierte. Die noch tief stehende Sonne fiel durch die Bäume und zauberte auf dem Gräserfeld vor mir eindrucksvolle Lichtstrahlen. Begeisterte Reaktionen auf mein Bild haben mich dazu ermutigt, diesen Ausschnitt für den Fotowettbewerb einzureichen.

2. Rang

Sarah Kunz-Suppiger

Aufnahmekanton: Luzern

Ein Baum im goldenen Rapsmeer – wie zart umarmt vom Frühling. Dieses Leuchten erzählt von der sorgsamen Arbeit des Schweizer Bauern, von Geduld, Hingabe und Liebe zur Erde. Was hier so leicht und sonnig wirkt, ist das Ergebnis vieler früher Morgen – und macht unsere Kulturlandschaft so wertvoll.

4. Rang

Juan Jurado Zurro

Aufnahmekanton: Bern

Diese Szene würdigt die Mühe des Bauern und seine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Ich habe sie auf einem Feld gegenüber meinem damaligen Zuhause in Spiez aufgenommen – ein Beweis dafür, dass man manchmal nur um sich schauen muss, um die Schönheit des Alltags zu entdecken. Sie ist eine aufrichtige Hommage an alle, die die Erde mit Leidenschaft bearbeiten.

Kategorie Tier

1. Rang

André Weber

Aufnahmekanton: Bern

In Lignières (NE), im sanften Licht des frühen Morgens, entstand dieses Bild während eines stillen Ansitzes inmitten einer Mutterkuhherde – mit respektvoller Zurückhaltung gegenüber den Tieren. Es erzählt auf behutsame Weise von der lebendigen Verbindung zwischen Landwirtschaft und Natur und vom fragilen, aber wertvollen Gleichgewicht zwischen menschlicher Präsenz und Wildtieren.

3. Rang

Jan Rudolf von Rohr

Aufnahmekanton: Solothurn

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) und die Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden und profitieren gegenseitig voneinander. Die Rauchschwalbe ist auf offene Ställe und Scheunen als Brutplätze sowie auf insektenreiche Wiesen als Nahrungsraum angewiesen. Im Gegenzug leistet sie einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingsbekämpfung, indem ein Brutpaar täglich mehrere Tausend Fluginsekten fängt. Eine vielfältige Landwirtschaft schafft damit Lebensraum für die Rauchschwalbe – und die Rauchschwalbe unterstützt die Landwirtschaft auf natürliche Weise. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, ist sie weiterhin auf offene Stallungen und eine insektenreiche Kulturlandschaft angewiesen. Gehen diese Lebensräume verloren, wird auch die Rauchschwalbe zunehmend aus unserer Landschaft verschwinden.

2. Rang

Roland Steffen

Aufnahmekanton: Solothurn

Auf einer kleinen Wanderung im Jura kam ich an einer Weide mit Pferden vorbei. Ich hatte Glück, dass ich der Situation entsprechend im richtigen Moment das Bild geschossen hatte. Aufnahme analog auf Schwarzweiss-Film, selber entwickelt und gescant.

4. Rang

Miriam Kull

Aufnahmekanton: Basel-Landschaft

Dieses Foto entstand auf einem Bauernhof in meiner Nähe einem Ort, an dem ich nach stressigen Momenten neue Energie finde. Mit meiner neuen Kamera hielt ich diese Biene fest. Für mich steht das Bild für Kraft, Freude, Hoffnung und die kleinen Wunder der Natur.

5. Rang

Michael Wüthrich

Aufnahmekanton: Bern

Eisvogelfotografie – ein Projekt über viele Jahre. Nach unzähligen Stunden an Oberaargauer Gewässern entstand dieses Bild: ein seltener Moment und ein echtes Glücksgefühl für den Fotografen.

Kategorie Mensch

1. Rang

Stefan Zürrer

Aufnahmekanton: Schwyz

Ein dichter Nebel legt sich wie ein stiller Schleier über die Landschaft und lässt die Welt jenseits der Alp verschwinden. Vor der verwitterten Scheune steht der Älpler. In dieser Kulisse Spricht (singt) er den Jahrhunderte alten Alpsegen. Diese zeitlose Stimmung habe ich versucht mit meinem Bild einzufangen und dem Betrachter weiterzugeben.

3. Rang

Imke Marmet

Aufnahmekanton: Bern

Wildheuen.

Hoch oben am Berg machen wir wertvolles Winterfutter für unsere Tiere.

Mit viel händischer Arbeit, Herzblut und Leidenschaft für unseren Beruf. Ein Leben von und mit der Natur. Das ist der Anfang von den Lebensmitteln, die wir produzieren.

Verantwortungsvoller Milch- und Fleischkonsum?

Ja! Sieh das Leben hinter einem Lebensmittel. Erkenne seinen Wert, wertschätze es und verstehe, warum Nahrungsmittel vom Hof ihren Preis haben!

2. Rang

Myriam Lusti

Aufnahmekanton: St. Gallen

Diese Aufnahme entstand in einem stillen Moment mit der Familie auf der Alp Sellamat im schönen Toggenburg, während des Sonnenuntergangs.

Die Begegnung mit der Kuh wirkte so ruhig, vertraut schon fast magisch. Für mich symbolisiert das Bild die enge Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur. Solche Augenblicke zu erleben mit der Familie sind unbezahlbar.

4. Rang

Christian Meier

Aufnahmekanton: Zürich

Auf wessen Schultern?

Um die Früchte unserer Arbeit zu erreichen, braucht es Mut, Vertrauen – und ein Miteinander. Nur wenn wir zusammenspannen, gemeinsam kreative Lösungsansätze erarbeiten und uns gegenseitig unterstützen, werden wir Erfolg haben. Jeder und Jede bringt die eigenen Stärken ein. So funktioniert ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb.

Protagonisten auf dem Bild: Corsin(10), Ladina(7)

5. Rang

Rolf Sterchi

Aufnahmekanton: Bern

Rudy Canonica, ein Tessiner Wanderhirt, war über vier Jahrzehnte jeden Winter mit seiner Schafherde im Berner Mittelland unterwegs. Während acht Jahren durfte ich ihn auf seinen Wanderungen begleiten. Dieses Porträt zeigt den Menschen hinter dem Hirten: Seine eindringlichen blauen Augen und der leicht melancholische Blick erzählen von einem entbehrungsreichen Leben, geprägt von Freiheit, Ausdauer und tiefer Naturverbundenheit.

Kategorie Nahrung

1. Rang

Véronique Genoud

Aufnahmekanton: Fribourg

Als ich diesen Moment festhielt, war es mir ein Anliegen, die Tradition und die Arbeit der Älplerinnen und Älpler unserer Region Les Paccots sichtbar zu machen. Für mich verkörpert dieses Bild die Liebe, die Schönheit und die Authentizität eines bäuerlichen Handwerks, das mit Leidenschaft weitergegeben wird. Mit seinen vom Leben gezeichneten Händen schneidet der Älpler den Käse präzise und behutsam – wie der letzte Schliff an seinem Werk.

4. Rang

Sabine Gehrig

Aufnahmekanton: Aargau

Das Bild entstand als ich eine meiner Streifzüge durch die Prärie der Schweiz machte. Damals hatte ich superschöne Sommerwiesenbilder gesehen und wollte das auch ausprobieren. Das Finden einer solchen raubte mir viel Zeit. Aber ich hatte Glück und neben der schönen Sommerwiese war ein Getreidefeld. Dieses Bild habe ich zum Thema Nahrung gewählt, weil es eine Lebendigkeit zeigt. Die heute vielfach vergessen geht. Wo kommt unser Essen her? Wie viel Arbeit steckt dahinter?

2. Rang

Benjamin Keil

Aufnahmekanton: Zürich

Blick von oben auf die Erdbeerernte 2025 beim SPARGELHOF der JUCKER FARM AG in Rafz. Ich habe die Ernte mit der Drohne begleitet und dieses Bild geschossen. Unsere Mitarbeiterinnen pflücken täglich von 05:00 Uhr morgens bis 13:00 Uhr – von Mai bis Juni. Mich beeindruckt die hohe Arbeitsmoral täglich aufs Neue.

3. Rang

Laurent Gremaud

Aufnahmekanton: Graubünden

Ein Bild, aufgenommen in authentischer Atmosphäre und im Zeichen der traditionellen Käseherstellung. Mit Präzision und Erfahrung führt dieser Mann jeden Handgriff aus und behält dabei die einzelnen Schritte der Herstellung im Blick. Eine wahre Kunst. Es war eine Freude, ihn bei diesem aussergewöhnlichen Erlebnis in einer Alphütte in St. Moritz zu fotografieren.

5. Rang

David Cavegn

Aufnahmekanton: Graubünden

Unsere einheimische Eierproduktion fasziniert mich immer wieder. Rund 2’000 Freilandhühner legen täglich fast 2’000 frische Eier. Dank artgerechter Tierhaltung, viel Auslauf und der frischen Bündner Bergluft in der Surselva entstehen Eier von höchster Qualität. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie nachhaltige Landwirtschaft, Tierwohl und regionale Produktion Hand in Hand gehen.

Publikumsvoting

1. Rang

Marco Graf

Aufnahmekanton: Appenzell Innerrhoden

Ich hatte im Berggasthaus Mesmer übernachtet. Das Wetter war rau, doch am Morgen schaute ich kurz aus dem Fenster um zu sehen ob sich das Aufstehen lohnt. Am Horizont entdeckte ich einen schmalen hellen Spalt. Da wusste ich, dass es episch werden könnte. Wenig später brannte der Himmel, es regnete, und vor mir schien die ganze Luft zu glühen.

2. Rang

Patrick Aegerter

Aufnahmekanton: Bern

Wenn die Simmentaler Kühe im Herbst mit dem Älpler ins Tal zurückkehren, ist das weit mehr als ein Alpabzug. Er steht für gelebtes Brauchtum, Dankbarkeit und die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch, Tier und Natur. Dieses Bild entstand in der Heimat der weltweit bekannten Simmentaler Kühe und erinnert an Traditionen und Werte, die unsere Identität seit Generationen prägen und sorgsam bewahrt werden sollten.

3. Rang

Véronique Genoud

Aufnahmekanton: Fribourg

Als ich diesen Moment festhielt, war es mir ein Anliegen, die Tradition und die Arbeit der Älplerinnen und Älpler unserer Region Les Paccots sichtbar zu machen. Für mich verkörpert dieses Bild die Liebe, die Schönheit und die Authentizität eines bäuerlichen Handwerks, das mit Leidenschaft weitergegeben wird. Mit seinen vom Leben gezeichneten Händen schneidet der Älpler den Käse präzise und behutsam – wie der letzte Schliff an seinem Werk.